Zum Löten
spezieller elektronischer Baugruppen werden selektive Lötanlagen eingesetzt.
Hierbei werden nur spezielle Baugruppen wie Stecker, Kondensatoren und ähnliche
Bauteile gelötet. Damit die Lötung zuverlässig durchgeführt werden kann, müssen
die Bauteile zuvor mit dem so genannten Flussmittel besprüht werden. Die dabei
verwendeten Mittel sorgen dafür, dass das Zinn das Bauteil umschließt und somit
eine dauerhafte und zuverlässige Kontaktierung stattfindet. Allerdings
hinterlässt dieses Mittel Verunreinigungen, die in der Maschine und an den
entsprechenden Aggregaten nach der Trocknung kleben bleiben. Die zum Aufsprühen
verwendete Düse (häufig Piezo-düsen) kann dadurch verkleben, so dass der Strahl
des Flussmittels abgelenkt werden kann, und das zu verlötende Bauteil nicht
mehr trifft. Wenn dies passiert, ist die Lötung leider nicht zuverlässig, und
führt zu hohen Ausfallraten, ohne dass dies bisher detektiert werden konnte.
Die von
[mu:v] GmbH eingesetzte Lösung besteht aus einer Doppellichtschranke, die den
Sprühstrahl erfasst, dies sowohl in x- als auch in y-Richtung. Jeder
Sprühvorgang bedämpft dabei die Lichtmenge am Empfänger. Dadurch entsteht je
nach Dauer und Intensität des Sprühvorgangs an jeder Lichtschranke ein analoges
Signal, das in einem speziellen Controller ausgewertet wird, der mit einer
Software zur Auswertung des Sprühvorgangs ausgestattet ist. Auf Wunsch erhält
der Kunde nur noch das Signal „Sprühvorgang i.O./n.i.O." oder das analoge
Signal, das über die versprühtet Menge Auskunft gibt.
Mit Hilfe dieses Systems lassen sich somit Sprüh- und
Dosiervorgänge zuverlässig überwachen. Abweichungen in der jeder Richtung
werden sofort erkannt, genauso wie Mindermengen oder zu hohe Dosierungen. Durch
die Einbindung in die Maschinensteuerung kann der Anwender bei Fehlern sofort alarmiert
werden.